
Beim Steinmetzen verschmelzen körperliche Anstrengung und reine Konzentration zu einer inneren Ruhe, aus der heraus die weichen Formen entstehen.
Im Arbeitsprozess mit dem Sandstein ist das angestrebte Gesamtbild der Skulptur eher ein Gefühl, die konkrete Konzentration gilt dem effizienten Arbeiten. Wobei bei ich bei jedem Schlag darauf achten muss nicht eine eine im Stein eingeschlossene Ader zu schlagen wodurch durch einen unüberlegten Schlag ein großes Stück aus der Figur brechen und sie zerstören kann.
Die Plastiken sind aus verschiedenen Materialien wie Ton, Speckstein, Modeliermasse, Ytong oder Gipsbinden. Bis auf das Arbeiten mit dem Speckstein unterscheidet sich das Arbeiten hier grundsätzlich von Arbeiten mit Sandstein. Beim Stein arbeitet man substraktiv – was weg ist ist weg. Erfahrene Steinmetze stellen das Arbeiten ganz pragmatisch so dar: “Man schlägt einfach alles weg, was nicht zu Skulptur gehört.” Bei additiven Arbeiten kann man aufbauen, wegnehmen, hinzufügen dadurch wird das aktive Ringen mit der Figur zu einem intuitiveren Prozess.