Bei den Plastiken bot es sich an mit verschiedenen Materialien zu experimentieren, da die Bearbeitung von Sandstein nicht überall einfach möglich ist. So entstanden Speckstein Plastiken, Ton Figuren, Plastiken aus Modelliermasse, Ytong Skulpturen und Figuren aus Gipsbinden.

Der Chorknabe ist eine Tonfigur, der als Räuchermännchen konzipiert ist. Er singt hingebungsvoll und vertieft auch wenn die Figur und die Mimik auf das Wesentliche reduziert sind. Die Figur wird maßgeblich durch den Kontrast der beiden Glasuren und des rohen Tons definiert.

Der Elefant ist eine stark abstrahierte Speckstein Plastik bei der zwei korrespondierende Formen als Elefant erkannt werden können. Die figürliche Erfassung und auf die grundlegenden Merkmale reduzierte Darstellung hat mich zuvor bereits im Bereich der Illustration beschäftigt. Die Speckstein Plastik ist durch geduldige Bearbeitung mit immer feinerem Schleifwerkzeug ganz glatt und glänzend. Bei Figuren aus Speckstein bietet sich diese Art der Bearbeitung bei der auch die Farbstruktur des Materials betont wird.
Oben links ist eine Figurengruppe aus 3 Plastiken, die um ein Metall Skellett aus Gipsbinden geformt wurden. Da der Gips bei dieser Art der Bearbeitung keine Details zulässt ist die Gruppe allein auf ihre Gestik reduziert. Während sich eine Figur abwendet reicht die andere der knienden Frau die Hände. Die Plastik wurde von der Geschichte des barmherzigen Samariter inspiriert.
Die Speckstein Büste oben rechts nenne ich “Sir. Isaak Newton” mit einer realistischen Darstellung der Person hat die Büste allerdings nichts zu tun. Hier entsteht die Spannung durch den klassischen Büstenausschitt der Speckstein Plastik der aber in starken Kontrast zur abstrakt, reduzierten Darstellung des Kopfes die zu einer Identifizierung der Person nicht geeignet ist und damit dem Konzept der Büste entgegensteht. Dennoch hat die Speckstein Figur eine gewissen Ausstrahlung, einen Charakter und das wiederum erinnerte mich an Newton, der in einem Buch von Kurt Wonnegut erwähnt wurde, das ich zu dem Zeitpunkt las.
Die dritte Plastik von links in der zweiten Reihe ist eine Ytong Skulptur. Ytong oder Porenbeton ist ein im Grunde einfach zu handhabendes Material, das leicht zu bearbeiten ist und durch die industrielle Herstellung auch keine Adern wie Sandstein aufweist, wodurch bei der Bearbeitung unangenehme Überraschungen auftreten können. Details sind bis zu einem gewissen Grad möglich wobei das Material leicht bricht und sich bei Ytong Skulpturen grobe, abstrakte Formen und weiche Übergänge und Rundungen anbieten. Ytong Skulpturen sind relativ witterungsbeständig und somit als Gartenfiguren geeignet, wobei man mit Moosen und Verwitterung rechnen muss.
Von den vorgestellten Materialien eignen sich somit Ytong Gartenskulpturen und Sandstein Gartenfiguren für den Außenbereich. Speckstein ist als Gartendeko durchaus einsetzbar doch sind Speckstein Skulpturen üblicherweise reicht klein und eignen sich daher eher für den Innenraum.
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